Verbindung zwischen zwei Saalealtarmen zur Wiederherstellung eines Wasseraustausches

19. März 2026

Der Naturpark Unteres Saaletal verfügt seit dem Jahr 2007 über eine Pflege- und Entwicklungskonzeption. Hierin enthalten sind Maßnahmen, die dem Schutz der Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft sowie einer naturverträglichen und nachhaltigen Nutzung der natürlichen Potentiale im Gebiet dienen. Innerhalb der Pflege- und Entwicklungskonzeption werden Leitprojekte dargestellt, die der Naturpark in konkrete Projekte überführt. Das Leitprojekt NL 5 „Förderung der Renaturierung von Gewässerstrukturen“ dient als Leitprojekt für das nun umgesetzt Projekt „Verbindung zwischen zwei Saalealtarmen zur Wiederherstellung eines Wasseraustausches“

Hintergrund:

Der mäandrierende Saalealtarm bei Plötzkau (auch Zinkenbusch genannt) ist in zwei Einzelabschnitte unterteilt. Einseitig in der Altarm an die Saale angeschlossen, worüber er Frischwasser erhält. Der zweite Abschnitt des Altarms wurde durch einen künstlich Aufschüttung vom restlichen Altarm abgeschnitten. Infolgedessen fällt der Abschnitt im Sommer zum Teil trocken, die Verlandung nimmt stark zu, es kommt zu einem hohen Biomasse Aufwuchs, hohen Wassertemperaturen und zu einem regelmäßigen Fischsterben.

Daher wurde im Projekt der abgetrennte Abschnitt wieder an den Saalealtarm angeschlossen. Dies gelang durch die Herstellung eines offenen Grabenprofils von 55m Länge. Das Aushubmaterial konnte vor Ort wieder in den Seitenbereich des Dammes eingebaut werden. Die Baumaßnahme wurde Anfang 2026 umgesetzt.

Durch die Umsetzung der Maßnahme wird sich ein positiver Effekt auf die Wasserqualität in dem zuvor abgeschnitten Bereich ergeben. Des Weiteren erhöht sich der Retentionsraum bei Hochwasserereignissen, die Durchgängigkeit v.a. für aquatische Organismen wird verbessert und  der zunehmenden Verlandung wird entgegengewirkt. Da sich das Projektgebiet im FFH-Gebiet befindet hat die Maßnahme darüber hinaus positive Auswirkungen auf den Erhalt von europarechtlich geschützten LRT-Flächen (Lebensraumtypen). Ein Fischsterben, sowie vermehrtes Algenwachstum ist durch den nun hergestellten Wasseraustausch nicht mehr zu erwarten.

Wir freuen uns sehr, dass die Maßnahme nun erfolgreich umgesetzt werden konnte und danken den Fördermittelgebern. 

Für die Realisierung des Projektes standen Mittel aus dem Projekt „für Klimaschutz und biologische Vielfalt in Feuchtlebensräumen in Naturparken“ des Dachverbandes VDN (Verband Deutscher Naturpark) mit der Förderung des „Kaufland Klimafonds mit freundlicher Unterstützung von Coca-Cola Europacific Partners DE“ (Fördersumme 40.000 €), sowie Mittel aus der Gewinnausschüttung der Salzlandsparkasse (24.000 €) zur Verfügung.

 

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