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Überblick und Geologie

Das Saaletal zwischen Halle und Bernburg/Nienburg ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugsgebiet. Hier finden wir auf engsten Raum eine Vielzahl der unterschiedlichsten Schönheiten der Natur und des Wirkens der Menschen aus vergangenen Zeiten.

Im Bereich der Geologie sind Sandstein, Konglomerate (Vermischungen des Sandsteins mit Kiesen anderer Gesteinsarten), Porphyr (oberer und unterer) und Kalkstein auf relativ kleinem Raum anzutreffen. Die Weiße Wand in Dobis z.B. ist ein Gestein, das die Bergleute im Mansfelder Revier in 900 bis 1200 m Tiefe im Kupferabbau antreffen.

Die Verwitterungsschichten der unterschiedlichsten Gesteine bieten den verschiedensten Pflanzen ihre Lebensgrundlagen. Hinzu kommt, dass das Gebiet des Naturparks das niederschlagsärmste in Deutschland ist. Das bedeutet, dass sich hier Pflanzengemeinschaften typischer Steppengebiete herausgebildet haben.

Das Gebiet des unteren Saaletals war wegen seiner günstigen Lage schon sehr früh besiedelt. Demzufolge haben wir auch eine Vielzahl von archäologischen Denkmalen und Bodendenkmalen, die vom Leben der Menschen künden. Auch die vielen Streuobstwiesen sind Teil der Kulturlandschaft. Wir finden hier viele Tier- und Pflanzenarten, die anderswo schon ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind. Große Teile des unteren Saaletals wurden als Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Flächen-Natur-Denkmal und Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt.

Entdecken und erleben Sie die Schönheit des unteren Saaletals und helfen Sie mit, diese zu erhalten.

Floristische Artenvielfalt

Bedingt durch seine geografische und klimatische Lage weist das Gebiet des Naturparks eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume auf engstem Raum auf. Dieses Mosaik an Lebensräumen führt zu einer hohen floristischen Artenvielfalt im Gebiet.

Der Naturpark befindet sich aus pflanzengeographischer Sicht größtenteils im „Mansfelder Hügelland“ innerhalb des Hercynischen Florenbezirkes. In seinem Gebiet kommen gegenwärtig 800 bis 1000 Blütenpflanzenarten vor, die etwa 100 Pflanzengesellschaften bilden. Die Umgebung von Halle ist als die pflanzenreichste im ganzen hercynischen Raum eingeschätzt worden. Hier treffen sich neben mitteleuropäischen Laubwaldarten viele mediterrane und submediterrane Trockenwald-, Rasen- und Segetalpflanzen, östliche und südöstliche Wald-, Wiesen- und Ruderalarten.

Besonders hervorzuheben sind die im Naturparkgebiet vorkommenden verschiedenen Ausprägungen von Trockenrasen. Viele der dort vorkommenden kontinentalen Pflanzenarten weisen im Mitteldeutschen Trockengebiet, und damit auch im unteren Saaletal, ihren deutschlandweiten Verbreitungsschwerpunkt auf. Für Arten wie den Stengellosen Tragant (Astragalus exscapus) oder die Graue Skabiose (Scabiosa canescens) besitzt Sachsen-Anhalt eine besondere Verantwortung. Lebensräume wie diese gelten als „Kulturbiotope“, die durch die Nutzung der Flächen als Weideland (Ziegen und Schafe) entstanden sind. Durch die Aufgabe der Beweidung, auf Grund mangelnder Rentabilität, sind Trockenrasen durch Verbuschung stark gefährdet. Nur der Erhalt oder die Wiederaufnahme der Beweidung in Kombination mit Entbuschungsmaßnahmen kann diese gefährdeten Lebensräume erhalten. Im Gebiet des Naturparks werden solche Maßnahmen durch verschiedene Akteure umgesetzt, die damit einen herausragenden Beitrag zum Erhalt dieser Lebensräume leisten.

Symboltiere

Innerhalb des Naturparks findet eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum. Viele unter ihnen haben eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung. Das Erkennen sowie das Wissen über die ökologische Bedeutung und die Schutzmöglichkeiten vieler Arten ist jedoch meistens Spezialisten vorbehalten.

Daneben gibt es aber auch Arten, die für den Besucher des Naturparks sichtbar und damit erlebbar sind. Diesen Tierarten wird die Rolle eines „Symboltieres“ für den Naturpark „Unteres Saaletal“ zugedacht.

Als Symboltiere wurden Arten ausgewählt, die eng an die Auenlebensräume, die Trockenlebensräume oder die agrarische Kulturlandschaft gebundenen sind. Dabei handelt es sich meist um geschützte oder hochgradig gefährdete, aber auch um weniger oder gar nicht gefährdete Arten handelt.

Wer weiß – vielleicht entdecken Sie eines unserer Symboltiere bei Ihrem Besuch bei uns im Naturpark.
Symboltier der Agrarflur: Rotmilan
Rotmilan

Symboltier der Agrarflur

Fotograf: Siegfried A. Walter
Copyright: VDN/Siegfried A. Walter

E-Mail: birdsafer@gmail.com

Symboltier der Auwälder: Graureiher
Graureiher

Symboltier der Auwälder

Fotografin: Ruth Reheuser
Copyright: VDN/Ruth Reheuser

E-Mail: ruth.reheuser@t-online.de

Symboltier der Heiden: Bienenfresser
Bienenfresser

Symboltier der Xerothermrasen und trockenen Heiden

Fotograf: Siegfried A. Walter
Copyright: VDN/Siegfried A. Walter

E-Mail: birdsafer@gmail.com

Symboltier der Gewässerbiotope: Biber
Biber

Symboltier der Gewässerbiotope

Fotografin: Conny W.
Copyright: VDN/Conny W.

E-Mail: olafelch@t-online.de

Symboltier Siedlungsraum: Weißstorch
Weißstorch

Symboltier Siedlungsraum

Fotograf: Siegfried A. Walter
Copyright: VDN/Siegfried A. Walter

E-Mail: birdsafer@gmail.com